Anleitung· 5 Min. Lesezeit
Großelterninterview vorbereiten — was du wissen solltest, bevor du fragst
Ein Interview mit deinen Großeltern ist keine journalistische Übung. Es ist eine Begegnung. Wer sie gut vorbereitet, holt aus 30 Minuten Sprachnachricht mehr heraus als andere aus drei Stunden Smalltalk.
Vorab: Klärt das Setting
Frag deine Großeltern, ob sie überhaupt mitmachen wollen. Erkläre offen, was mit der Aufnahme passiert. Bei Aile Hafızası geht das automatisch via WhatsApp-Erstkontakt — sie geben Consent, bevor irgendwas gespeichert wird. Aber sag es zusätzlich noch einmal persönlich.
Beginne mit konkreten, nicht abstrakten Fragen
„Erzähl mir was über früher“ ist die schlechteste Frage. „Wie sah euer Haus von innen aus?“ ist die beste. Konkrete Frage öffnen ein konkretes Bild — und damit eine konkrete Erinnerung.
Stille zulassen
Wenn deine Nine 20 Sekunden nichts sagt, drück nicht weiter. Das ist meistens der Moment, in dem sie etwas Schweres formuliert. Sprachnachrichten haben keinen Zeitdruck — Pausen sind kein Fehler.
Folge der Person, nicht dem Plan
Wenn deine Frage „Wie war die Hochzeit?“ beantwortet wird mit einer Geschichte über eine Tante, die man heute nicht mehr kennt — folg dieser Tante. Plane lose, höre eng. Die wertvollsten Erinnerungen sind nie die, die du erwartest.
Nach dem Interview
- Höre die Sprachnachricht selbst nochmal an
- Notiere 1–3 Folge-Fragen für die nächste Woche
- Frag deine Eltern, ob sie etwas zur Erzählung ergänzen können
- Verknüpfe die Erinnerung mit einem Foto, falls vorhanden
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